01. Febr. 2026

Foto: @VDI energie + umwelt
Pressebericht
Wasserstoff für die Ziegelproduktion: VDI energie + umwelt-Beitrag über Janinhoff
„Ziegel werden bei mehr als 1100 °C aus verschiedenen Tonen, Schamotten und Sand gebrannt. Für 1 t Klinker braucht es rund 1,7 MWh. Hauptenergie: Erdgas. Jedes Jahr emittiert die Ziegelindustrie in Deutschland daher rund 1,74 Mio. t CO₂ ...“
17. Nov. 2025

Foto: @Philipp Lehmann von NRW.Energy4Climate
Politischer Rückenwind für Wasserstoff
Staatssekretärin Silke Krebs und NRW.Energy4Climate-Geschäftsführerin Dr. Katharina Schubert zu Besuch bei Janinhoff
Am 6. November 2025 besuchte Staatssekretärin Silke Krebs vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium gemeinsam mit Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW.Energy4Climate, unser Werk, um sich über den Fortschritt auf dem Weg zur klimaneutralen Klinkerproduktion zu informieren.
Der Rundgang führte die Delegation durch die laufende Produktion, vorbei an den Bereichen, die zukünftig auf Wasserstoff umgestellt werden.
Krebs betonte dabei, wie wichtig Unternehmen sind, die solche Projekte umsetzen, statt auf zukünftige Rahmenbedingungen zu warten. „Die Umstellung auf Wasserstoff in der Industrie stärkt Versorgungssicherheit und Resilienz und steht zugleich für Modernisierung und Klimaschutz“, sagte sie während des Besuchs. Janinhoff „geht hier mutig voran und setzt Maßstäbe für eine sichere und klimafreundliche Produktion.“
Auch Dr. Katharina Schubert hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Janinhoff zeigt: Klimaneutralität ist keine Utopie, sondern umsetzbare Realität – auch in der energieintensiven Industrie und auch im Mittelstand. Mit Mut, Weitblick und Wasserstoff wird das familiengeführte Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt. Das hat Vorbildcharakter.“
Für Dr. Caroline Foyer-Clitheroe, Geschäftsführerin der Janinhoff Klinkermanufaktur, ist die Umstellung dabei weit mehr als ein technisches Projekt: Sie beschreibt sie als „tiefgreifenden Wandel für das gesamte Unternehmen“. Durch den Klimaschutzvertrag und den Ausgleich der Differenzkosten zwischen Erdgas und Wasserstoff könne man ein nahezu CO₂-freies Produkt herstellen. „Allerdings braucht es dafür auch viel Mut, denn das unternehmerische Risiko ist nicht zu unterschätzen, insbesondere weil die gesamten Infrastrukturkosten bei uns liegen.“
Wir danken Silke Krebs und Dr. Schubert für den Besuch, das offene Gespräch und die Unterstützung im weiteren Projektverlauf!
27. OKT. 2025

Der GET H2 Steuerungskreis im Gespräch mit Dr. Caroline Foyer-Clitheroe (5. v.r.) und Stephen Clitheroe (4. v.r.).
energiewende
GET H₂ und Janinhoff über Wege zur Klimaneutralität
Wie gelingt der Umstieg von Erdgas auf grünen Wasserstoff? Und welche Voraussetzungen braucht es, damit Industrieunternehmen klimaneutral produzieren können? Diese Fragen standen im Mittelpunkt gleich zweier Begegnungen mit der Initiative GET H₂.
In den vergangenen Tagen war der Steuerungskreis der Initiative GET H₂ zu Gast bei Janinhoff. Bei dem Besuch ging es um Perspektiven für die Nutzung von Wasserstoff in industriellen Prozessen – und um die Frage, wie die Versorgungssicherheit im H₂-Netz künftig gesichert werden kann.
Kurz darauf wurde das Thema im Rahmen des LinkedIn Live-Talks „Wer braucht H₂ eigentlich?“ erneut aufgegriffen. Mit dabei waren Dr. Caroline Foyer-Clitheroe (Janinhoff GmbH & Co. KG), Marvon Bolte (Thyssengas GmbH) und Paul Schniedermann (Stadtwerke Münster GmbH). Gemeinsam diskutierten sie über Einsatzfelder von Wasserstoff in Industrie, Energie und Verkehr – und über die Rolle regionaler Netzwerke wie GET H₂ beim Aufbau einer bundesweiten Wasserstoffinfrastruktur.
Vielen Dank für den offenen Austausch und die spannenden Impulse! Wer den Live-Talk verpasst hat, kann das Video hier ansehen.
20. OKT. 2025

Ute Janinhoff-Foyer, Hubertus Foyer, Caroline Foyer-Clitheroe und Stephen Clitheroe (v. l. n. r)
Auf Kurs zur Klimaneutralität
Ein Jahr Klimaschutzvertrag
Vor einem Jahr haben wir als eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland den Klimaschutzvertrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterzeichnet. Damit haben wir uns verpflichtet, unsere CO₂-Emissionen bis 2030 um mindestens 60 %, bis 2042 um 90 % zu senken. Seitdem hat sich vieles bewegt.
Seit der Unterzeichnung des Klimaschutzvertrags haben wir zahlreiche Schritte eingeleitet: Die technische Grundlage für die Umstellung auf Wasserstoff wird nach und nach geschaffen, die Ofenverlängerung läuft bereits, eine neue Brechanlage steht kurz vor der Inbetriebnahme, und die Vorbereitungen zur Netzanbindung an das H₂-Leitungsnetz laufen auf Hochtouren. Parallel werden weitere Energiesparmaßnahmen im laufenden Betrieb entwickelt.
In den vergangenen zwölf Monaten konnten wir zudem zahlreiche Gäste und Partner über die Fortschritte informieren. Vertreter:innen von NRW.Energy4Climate, dem WDR, Mona Neubaur vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW sowie weiteren Akteuren aus Münster, Berlin und darüber hinaus konnten sich vor Ort ein Bild von den Entwicklungen machen.
Wir sagen Danke für das Vertrauen und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Meilensteine!
16. SEPT. 2025

Dr.-Ing. Christian Scholz von NRW.Energy4Climate im Interview mit Janinhoff. © NRW.Energy4Climate
Interview
Im Interview erklärt Dr.-Ing. Christian Scholz von NRW.Energy4Climate, warum das Vorhaben als Leuchtturm für NRW gilt, welche Hürden Mittelständler bei der Umstellung auf klimaneutrale Produktionsverfahren meistern müssen und welche Chancen Wasserstoff für Industrie und Kommunen bietet.
Warum ist dieses Projekt wichtig für NRW?
Nordrhein-Westfalen will Europas erste klimaneutrale Industrieregion werden und die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dazu braucht es tiefgreifende Transformationsprozesse über alle Regionen und Branchen hinweg. Leuchtturmprojekte wie dieses sind zum Erreichen der Klimaziele wichtig und zeigen Wirtschaft und Gesellschaft: Die industrielle Transformation ist machbar – auch im Mittelstand.
Wie unterstützt NRW.Energy4Climate Janinhoff?
Als NRW.Energy4Climate begleiten wir die Umsetzung dieses Leuchtturmprojekts als Sparringspartner. So haben wir beispielsweise ganz konkret mit Knowhow zum Planungsstand und Einordnung der vorläufigen Trassenverläufe des Wasserstoffkernnetzes unterstützt, um die Anbindung zu planen – ebenso mit der Vermittlung des Erstkontakts zu den passenden Ansprechpartnern beim hierfür zuständigen Fernleitungsnetzbetreiber. Außerdem helfen wir, das Projekt weiter bekannt zu machen, etwa auch in Richtung der landespolitischen Ebene und in Richtung interessierter Unternehmen.
Welche Rolle spielt Wasserstoff momentan in den Industrieproduktionen in NRW?
Wasserstoff ist bislang vor allem in energieintensiven Grundstoffindustrien wie der Stahlproduktion oder in der Chemiebranche ein Thema. Gleichzeitig wird aber immer deutlicher, dass Wasserstoff auch für die Bereitstellung von Prozesswärme eine zentrale Rolle spielen kann, z. B. in der Glas- oder Ziegelindustrie. Die Wasserstoffwirtschaft in NRW befindet sich derzeit im Aufbau: Neben der Abnahme von Wasserstoff entstehen parallel zudem lokale Erzeugungskapazitäten, Importstrukturen und Transportinfrastrukturen.
Janinhoff plant als erste voll wasserstoffbasierte Klinkerproduktion Deutschlands – welche Signalwirkung hat das für NRW und die Industrie?
NRW geht in vielen Bereichen der Industrietransformation voran. Diese Vorreiterrolle wird aber nicht nur von den großen Industriekonzernen ausgefüllt, sondern auch durch einen innovationsstarken Mittelstand mit vielen „Hidden Champions“. Janinhoff kann mit diesem Vorhaben zeigen, dass auch der Mittelstand die Konzepte der klimaneutralen Transformation und der Klimaschutzverträge erfolgreich umsetzen kann und sendet damit ein wichtiges Signal auch in andere Branchen und Regionen.
Wie schätzen Sie den aktuellen Stand der Wasserstoffinfrastruktur in NRW ein – in Bezug auf Anschlussfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen wie Janinhoff?
Mit der Genehmigung und dem Baubeginn des Wasserstoff-Kernnetzes ist eine wesentliche Grundlage für die Infrastruktur geschaffen, die nun bis zum Jahr 2032 realisiert werden soll. Dabei liegt ein großer Anteil an Leitungskilometern in NRW. Ergänzend entstehen mit Importterminals, Speichern und z.B. Ammoniak-Crackern bereits Infrastrukturen an Häfen für den Import von Wasserstoff-Derivaten. Zusätzlich wird in NRW der erste kommerzielle Wasserstoffkavernenspeicher errichtet, der eine großskalige Speicherung von Wasserstoff ermöglicht und damit zentral für einen erfolgreichen Wasserstoffhochlauf ist. Der nächste Schritt besteht nun genau darin, kleinere und mittelständische Unternehmen über Anschlussleitungen und Umstellungen auf Verteilnetzebene an das Wasserstoff-Kernnetz auf Fernleitungsnetzebene anzuschließen.
NRW.Energy4Climate begleitet geförderte Projekte – was empfehlen Sie mittelständischen Familienunternehmen, die vor vergleichbaren Investitionen stehen?
Bei der Ausarbeitung einer konkreten Projektidee ist spätestens bei der Erstellung der Projektskizze entscheidend, frühzeitig den Kontakt zu relevanten Akteuren und Partnern zu suchen – seien es Fernleitungsnetzbetreiber, lokale Energieversorger, Technologieanbieter oder Forschungseinrichtungen. Wir empfehlen zudem bereits während der Entwicklung der Projektidee Genehmigungsbehörden zu kontaktieren, um gemeinsam absehbare Herausforderungen bei der Genehmigung zu identifizieren und Lösungen erarbeiten zu können. Häufig kann dabei die Bildung eines Projektkonsortiums hilfreich sein. Dabei können wir unterstützen. Auch zum Thema Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung. Beim Thema Wasserstoff ist die bei uns angesiedelte Wasserstoffleitstelle des Landes Nordrhein-Westfalen H2.NRW die zentrale Anlaufstelle mit Informationen, Vernetzungsoptionen und konkreten Hilfestellungen.
Wo sehen Sie die größten Hürden im Projekt? Liegen sie eher in der Technik, in der Politik, oder in der Marktakzeptanz?
Die benötigten Komponenten und Wasserstofftechnologien sind bereits heute verfügbar und grundsätzlich auch schon gut erprobt. Trotzdem sind bei der Umstellung von Anlagen und dem Einsatz von Wasserstoff in den Brennern des Tunnelofens Praxistests erforderlich, um Erfahrungen mit potenziellen Auswirkungen der Brennatmosphäre auf Eigenschaften der unterschiedlichen Produkte zu sammeln.
Ein ebenso relevanter Aspekt werden aber die äußeren Rahmenbedingungen für das Transformationsvorhaben sein, z.B. die Wasserstoffbeschaffung mit Erzeugung und Transport, gerade auf Verteilnetzebene. Auch für die Themen Wirtschaftlichkeit und Preisausgestaltung beim Bezug von grünem Wasserstoff müssen gute Lösungen gefunden werden – insbesondere in Verbindung mit der jeweils notwendigen Zertifizierung des Wasserstoffs und den damit verknüpften Strombezugskriterien der Elektrolyseure. Themen, für die wir uns bei der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate gemeinsam mit unseren Partnern engagiert einsetzen.
Was wünschen Sie sich von Janinhoff, damit dieses Projekt zum Vorbild wird? Und was wünschen Sie Janinhoff bei diesem Projekt?
Ich freue mich über die hohe intrinsische Motivation der Beteiligten und wünsche dem Unternehmen wie auch ganz NRW, dass der eingeschlagene Weg mit dem gleichen Mut und Engagement weiterverfolgt wird. Dies sind der richtige Zeitpunkt und die Chance, sich zukunftsfähig aufzustellen – und das als Vorreiter. Eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts ist gleichzeitig ein wichtiges Signal und Vorbild für andere Mittelständler und stärkt den Standort Nordrhein-Westfalen.
24. JUN. 2025

CDU-Delegation informiert sich vor Ort über das Wasserstoff-Vorhaben bei Janinhoff.
20. OKT. 2024

Maria Klein-Schmeink (2. v. l.) und Sylvia Rietenberg (3. v. l) im Austausch mit Mitgliedern der Geschäftsführung von Janinhoff.
Lokalpolitik vor Ort
Wie gelingt der Umstieg von fossilem Erdgas auf grünen Wasserstoff? Antworten suchten Maria Klein-Schmeink (ehem. MdB, Bündnis 90/Die Grünen) und Sylvia Rietenberg (MdB, Wahlkreis Münster) bei einem Vor-Ort-Besuch im Werk. Anlass war die energetische Neuausrichtung unserer Produktion.
Am 30. Oktober führten wir die Gäste selbst durch den Betrieb – entlang der Ofenlinien, durch technische Konzepte, Förderanträge und Prozessketten. Im Zentrum: die Frage, wie sich industrieller Klimaschutz konkret umsetzen lässt – technologisch, wirtschaftlich und politisch. Der Austausch zeigte: Die Herausforderungen sind groß – doch sie lassen sich nur bewältigen, wenn Politik, Investitionsmut und Planungssicherheit zusammenkommen.
Herzlichen Dank für den Besuch und den offenen, informativen Dialog!
15. OKT. 2024
Robert Habeck (1. v. l.) überreicht den Klimaschutzvertrag an Ute Janinhoff-Foyer und Hubertus Foyer (2. und 3. v. l.) Copyright: © BMWK / Julia Steinigeweg
Zukunft sichern, Klima stärken.
Janinhoff gehört zu den ersten 15 Industrieunternehmen in Deutschland, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Klimaschutzvertrag erhalten haben.
Am 15. Oktober 2024 haben wir den Klimaschutzvertrag offiziell vom damaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin entgegengenommen. Damit ist unser Vorhaben, die Klinkerproduktion auf Wasserstoff umzustellen, offiziell Teil des nationalen Transformationsprogramms. Die Förderung über 15 Jahre deckt die Mehrkosten für den Wasserstoff im Vergleich zu Erdgas im Brennprozess ab. Unser Ziel: 60 % CO₂-Einsparung bis 2030, 90%ige Dekarbonisierung bis spätestens 2042.

Janinhoff Klinkermanufaktur
Thierstraße 130
48163 Münster-Hiltrup
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